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Geschichte der Station

  • Gründung Singen

    • Nach einer Familienüberlieferung wurde dieser "Dienst am Nächsten" in Singen schon im Jahre 1873, also vor 130 Jahren versehen. Auch wenn wir hierzu kein Dokument gefunden haben steht zweifelsfrei fest, der älteste Krankenpflegeverein ist in Singen zu Hause. Der 1885 von Pfarrer Haag ins Leben gerufene Frauenverein hatte zunächst den Zweck bedürftigen Kranken regelmäßig Krankenkost zu verabreichen und zur Unterstützung mit Geld, besonders auch mit Wein, zur Verpflegung von Kranken in dringenden Fällen Beiträge zu sammeln. Er war überhaupt der erste in Singen gegründete Verein.


      Sie sehen, sowohl die Erkenntnis, dass Wein in geringen Mengen nicht schadet als auch der Beitrag zum Krankenpflegeverein haben eine lange Tradition.

       

  • Gründung Wilferdingen

    • "Wir beehren uns, Ihnen im Anschluss die von Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin unterfertigte Aufnahmsurkunde für ihren Verein ergebenst zu übersenden", schrieb am 26. Juni 1899 der Generalsekretär des Badischen Frauenvereins, Geheimrat Sachs, an den Frauenverein in Wilferdingen. Damit war der am 5. Februar 1899 u.a. von Dekan Mühlhäußer und 16 Frauen im Schulhaus gegründete Verein bereits in den badischen Dachverband aufgenommen.

  • Gründung Nöttingen

    • Das "jüngste Krankenpflegekind" der heutigen Gemeinde Remchingen kam 1922 in Nöttingen zur Welt. Im Januar 1922 fand eine erste Vorstandssitzung unter Leitung von Pfarrer Hauß statt. Dabei wurde eine Mitglieder-Werbekampagne in der Weise beschlossen, dass der Vorstand von Haus zu Haus geht und Mitglieder wirbt; der Monatsbeitrag von 1 DM sollte von den Jungfrauen eingesammelt werden. Kassier wurde Frau Lehrer Seeland.

  • Gründung der Diakoniestation Keltern-Remchingen am 1.7.1979

    • Die Kirchen Remchingens zogen sich nicht aus ihrer Verantwortung zurück. Ein völlig neues Kapitel in der Krankenpflegegeschichte aller drei Ortsteile wurde am 1.7.1979 mit der Gründung einer gemeinsamen "Diakoniestation Keltern-Remchingen" aufgeschlagen.
      Neben den Kelterner Schwestern arbeiteten die Schwestern der evangelischen Krankenpflegevereine Nöttingen, Singen und Wilferdingen von nun an unter einem gemeinsamen Dach.

  • Gründung der Diakoniestation Remchingen am 06. Mai 1993

    • Sich verändernde gesellschaftliche Strukturen und neue Aufgaben in der diakonischen Arbeit (u.a. Aufgaben der Nachbarschaftshilfe und Betreutes Wohnen) waren für die Kirchengemeinden Nöttingen, Singen und Wilferdingen Anfang der 90iger Jahre Anlass, nochmals neu über die Herausforderungen für die Arbeit mit älteren und hilfsbedürftigen Menschen nachzudenken. Gemeinsam kam man zur Überzeugung, dass wir als Christen in besonderer Weise Verantwortung für ältere Menschen tragen und im Vertrauen auf Jesus Christus diese Verantwortung auch weiter wahrnehmen wollen. Die Kirchengemeinden haben entschieden, alle Kraft für die Remchinger Bürger, unabhängig von Konfession und Nationalität, einzusetzen. Hierzu sollte eine eigenständige, von den Kirchengemeinden getragene Diakoniestation gegründet werden, die Orts- und den Menschen nahe Angebote anbietet und neue entwickelt.


      In einem Brief an das Landratsamt, wo wir die Genehmigung zur Gründung einer eigenständigen Diakoniestation beantragten, haben wir diese wie folgt zusammen gefasst:


      "Die Kirchengemeinden Nöttingen, Singen und Wilferdingen" wollen sich aus ihrem diakonisch missionarischen Auftrag heraus bewusst den neuen Herausforderungen im Bereich der Kranken- und Altenpflege stellen und für den Bereich der Gemeinde Remchingen eine selbständige Diakoniestation gründen."
      Die Diakoniestation Remchingen soll für die Menschen in Remchingen ein kompetenter und zentraler Ansprechpartner für alle notwendigen Hilfeleistungen werden.


      In der Präambel der Satzung heißt es u.a., "dass das kirchliche Leben diakonisch bestimmt wird und darauf hingearbeitet wird, dass die Gemeindeglieder zum diakonischen Dienst gerufen werden“.
      Der Vorstand, dem Mitglieder aus allen drei Kirchengemeinden angehören sollen, wurde gleich mit gewählt. Pfarrer Becker aus Singen und Jörg Müller aus Nöttingen wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Karl-Heinz Stengel bekam den Vorsitz übertragen und begleitet dieses Amt bis heute. Die gemeinsame Verantwortung für die diakonischen Aufgaben in Remchingen wurde in dem zwischen der politischen Gemeinde, den drei Kirchengemeinden und der Diakoniestation Remchingen e.V. geschlossenen Kuratoriumsvertrag festgeschrieben.