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Musik und Demenz

Der ruhige und angenehme Klang beim Spielen der Harfe in der Betreuung von alten Menschen und auch in der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen leistet wertvolle Dienste. Beim Spiel etwa von Chorälen oder Volksliedern wird das Langzeitgedächtnis und die Gefühlswelt angesprochen und es ist faszinierend zu erleben, wie das gemeinsame Singen zum Harfenklang in der Altentherapie sowohl den Betreuern als auch den Patienten Freude bereitet.

In der Betreuung und Begleitung von Menschen mit dem dementiellen Syndrom hat die Musik eine große Bedeutung.


Durch biografisches Musizieren gelingt es, Verbindungen zu sich selbst und der sozialen Umwelt zu schaffen und somit ein Stück Heimat, Sicherheit und Lebensqualität zu erhalten. Musik stellt sich in diesem Falle als Tor zur Welt der Gefühle dar. Sind auch die kognitiven Fähigkeiten fast erloschen, so sind doch bis zum Ende Empfindungen vorhanden und die emotionale Kontaktfähigkeit bleibt bis zum Tode erhalten( Reinhardt-Verlag, Gerontologische Reihe).

 

Beim Instrumentalspiel im Erwachsenenalter organisieren sich neurale Verbindungen neu. Hirnareale, die für die Fingermotorik zuständig sind, zeigen eine deutlichere Ausprägung. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich sogar neue Nervenzellen ausbilden können.(Prof. Theo Hartogh Universität Vechta)

 

 

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